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Brennerei Therese Mölk

Flasche. Statt. Tonne. – Nachhaltige Spirituosen aus Brot von Gestern

In Österreich landet jedes fünfte Stück Brot in der Tonne. Wir versuchen durch genaue Planung und modernste Anlagen Lebensmittelmüll zu vermeiden, doch das gelingt leider nicht immer zu 100 %. Unter dem Motto „Flasche. Statt. Tonne.“ entwickeln wir seit 2015 mit lokalen Partnern immer wieder einzigartige Lösungen zur sinnvollen Verwertung von Ausschussware. Darunter unser „Herr Friedrich Gin“ oder „Frau Rosis Ansatz“, gebrannt aus Brot von gestern. Wir sind sogar einen Schritt weiter gegangen und haben unsere eigene Brennerei gebaut. 

VOM BROT ZUM PROST

Im Herbst 2018 haben wir mit dem Bau einer hochmodernen und automatisierten Brennanlage begonnen, welche im Mai 2019 in Betrieb genommen wurde. Somit können unsere Spirituosen, wie Herr Friedrich und Frau Rosi, nun direkt vor Ort und ohne zusätzliche Transportwege produziert werden.

Ziel der neuen 600 Liter Destillationsanlage ist, eine restlose Verwertung von Altbrot anzustreben, daraus nachhaltige neue Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich am Markt einzuführen. In einem weiteren Schritt soll auch die übrig gebliebene Maische wiederum als Grundlage für ein Weizenmischbrot dienen, das bereits vom Produktentwickler getestet wird. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf. Wir sind damit die erste Großbäckerei Österreichs, die nachhaltigen Alkohol aus Brot von gestern in der hauseigenen Brennerei herstellt und die Idee, aus altem Brot alkoholische Getränke herzustellen, konsequent weiterführt – sehr zum Wohle der Nachhaltigkeit.

Brennerei

Thereses nachhaltige Spirituosen – der Destillationsprozess

Wie genau wird eigentlich Alkohol aus altem Brot gewonnen? Wie viel Brot wird verwendet und wie lange dauert es? Ein kleiner Einblick in den Ablauf des Destillationsprozesses klärt diese Fragen.

Brennerei Illustration
Ansatz der Maische

1. Ansatz der Maische:

Brot aus dem Ausschuss und der Fehlproduktion wird verzuckert und im Anschluss vergoren. Das dauert etwa eine Woche. Aus einer Maische mit etwa 100 Kilogramm Brot können rund 12,5 Liter hochprozentiger Alkohol vergoren werden.

2. Brennvorgang:

Die vergorene Maische kommt in den Brennkessel (auch als „Brennblase“ bekannt) und wird durch heißen Wasserdampf erhitzt. In Folge steigt Alkohol (Ethanol) als Dampf auf und gelangt so in die Verstärkerkolonne.

Brennkessel
Verstärkerkolonne

3. Verstärkerkolonne:

Diese besteht aus vier Destillierböden und einem Dephlegmator. Hier findet ein zusätzlicher Reinigungsvorgang statt, um ein sauberes Produkt zu erhalten.

4. Kühler:

Der alkoholhaltige Dampf aus der Verstärkerkolonne wird im Kühler durch Kondensation in flüssigen Alkohol verwandelt und in den Vorlagebehältern aufgefangen. Hier findet schließlich auch die Trennung zwischen Vorlauf (rechts) und Feinbrand (links), dem Herzstück, statt.

Kühler
Sammelbehälter und Nirobehälter

5. Abschluss:

Der hochwertige Alkohol mit einem Alkoholgehalt von 88 Prozent wird im Sammelbehälter (100 Liter) aufgefangen und anschließend zur weiteren Verarbeitung zu Ansatz oder Gin in große Nirobehälter (1.000 Liter) gepumpt.

Brennerei Therese Mölk – Brot von gestern für Alkohol von morgen